14. Juli 2017

Von Richtungswechseln und Schreibblockaden

Das leere Blatt Papier liegt vor mir und ich starre es an. In meinem Kopf herrscht ein buntes Potpourri an Bildern, Ideen und einzelnen genialen Sätzen, doch ich bringe es seit einer geschlagenen Stunde nicht fertig, diese zu sortieren und von meinem Kopf auf das strahlend weiße Dokument zu befördern. Irgendwann habe ich keine Lust mehr, gebe mich geschlagen. Und still gestehe ich mir ein, dass Sie mit ihrer subtilen, aber kühlen Sicherheit von mir Besitz gemacht hat: die Schreibblockade.

Trink 'nen Kaffee!
Gar nicht so leicht, diese Übeltäterin zu überlisten. Ein Kopf voller Ideen, die dort einfach nicht heraus möchten ist in etwa vergleichbar damit, hungrig zu sein, aber nicht schlucken zu können. Doch statt mich zu ergeben, möchte ich den Ursachen auf den Grund gehen, warum die Ideen weiterhin im Oberstübchen schlummern möchten, statt sich in die große weite Welt zu begeben.

Creative spaces give creativity space!

Kreativität ist ohne Zweifel eine Gabe, die der eine mehr, der andere weniger in sich trägt. Doch auch der kreativste Kopf kann nicht in unendlichen Höhen schweben, wenn ihm die richtige Inspiration fehlt. Irgendwann fällt jedem die Decke auf den Kopf, ob es nun darum geht eine seitenlange Hausarbeit zu schreiben oder einen kreativen Blogbeitrag. Ein Ortswechsel kann wahre Wunder bewirken! Egal ob es einfach das Café nebenan ist, die Uni-Bib oder doch der Park. Mit einem Mal scheinen sich die Wörter von selbst auf's Papier zu bringen und die Schreibblockade ist Zuhause geblieben und ärgert sich schwarz. 

Leere Seiten = Fluch oder Segen?

Die goldene Mitte

Das Schlimmste ist immer das Beginnen. Wenn die Ideen im Kopf herum spuken, dann fällt es mit einer Schreibblockade richtig schwer, die Ideen zu bündeln und einen Anfang zu finden. Warum es sich nicht leicht machen und einfach mitten drin anzufangen? Klar wird damit zunächst kein Leser etwas anfangen können, aber man schreibt erstmal ja nur für sich. Und im Nu ist man plötzlich im Flow und Satz reiht sich an Satz. Dazu dann noch eine passende Einleitung finden? Easypeasy!

Beim besten Willen...

Der Wille versetzt Berge, so heißt es. In vielerlei Hinsicht mag das stimmen. Mir persönlich hilft dieser Spruch gerade im Lauftraining unheimlich weiter, denn es ist nicht der Körper, der zuerst schlapp macht und ermüdet, sondern der Wille. Doch manchmal ist der Wille ein wenig stur und möchte etwas ZU sehr. So sehr man manchmal eine Sache will, wie beispielsweise eine Schreibblockade überwinden, versteift man sich darauf und die Blockade setzt sich erst so richtig fest. Dann sollte man seine Taktik ändern und einfach mal die Richtung wechseln. Ein neues Thema, eine andere Aufgabe, ein neuer Artikel. Und wenn man dann mit vollem Eifer und großer Motivation mittendrin ist, stellt man plötzlich fest, die Blockade ist gelöst und die neue Richtung ist vielleicht genau die richtige.



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