25. Mai 2017

Achtsamkeit - Die Kunst, auf den eigenen Körper zu hören

Anspannung ist eine sinnvolle Reaktion, die Nerven zu bewahren, wenn Du eine Herausforderung bewältigen musst. Doch viele von uns sind dauerhaft gestresst. Heutzutage gibt es beinahe nichts mehr, was sich nicht kontrollieren lässt. Wir tracken mit eigens dafür konzipieren Apps unsere Ernährung. Wir nehmen Mahlzeiten zu vorgeplanten Uhrzeiten ein und auch die Menge die wir Essen haben wir natürlich vorher abgewogen und essen nur die Kalorien, die wir "dürfen"und wenn sie zu unserer Vorstellung von richtiger und gesunder Ernährung passen. Morgens stehen wir auf, wenn der Wecker das erste mal unnachgiebig und unausweichlich läutet, fahren zur Arbeit - obwohl wir ein paar Stunden später vielleicht wesentlich produktiver wären.

Mehr Achtsamkeit - Nimm Dir Zeit für Dich!

Merkst Du, worauf ich hinaus will? Wir streben danach, das Gefühl zu haben, alles im Griff zu haben. In einer Welt, in der immer mehr Menschen aufeinander treffen, miteinander auskommen müssen und vielleicht die Kontrolle über uns haben, möchten wir in unserem kleinen, beherrschbaren Universum selbst alles beherrschen. Doch dass wir uns damit selbst in Schranken weisen und uns einen Horizont verbauen, den wir vielleicht, mit ein bisschen mehr Vertrauen in uns selbst und unser Gefühl, erreicht hätten.

Der Punkt ist: Eigentlich wissen wir in der Regel ganz genau, was gut für uns ist. Was die Ernährung betrifft, ist der Körper klüger als unser Verstand. Er holt sich genau dann das, was er braucht, WENN er es braucht. Ich glaube, wir müssen versuchen, wieder mehr auf diese innere Stimme zu hören, um wirklich glücklich zu werden und ein erfülltes Leben zu führen. Ich selbst bin noch weit entfernt davon, wirklich in mich hinein zu hören und nur das zu tun, was sich gerade richtig anfühlt. Doch ein paar Dinge kann ich Dir mitgeben, die sich für mich als hilfreich erwiesen haben:


Bewusst nichts tun. In Stressmomenten reagiert unser Körper bewusst mit einer höheren Herzfrequenz, wir sind wacher und aufmerksamer. Wenn die Stresssituation bewältigt wurde, lässt dieser Zustand nach und wir entspannen uns. Eigentlich. Denn bei vielen hält der Stress trotzdem an, ist vielleicht sogar chronisch. Um diesem Zustand entgegen zu wirken, solltest Du Dir jeden Tag bewusst ein wenig Zeit nehmen nichts zu tun. Es genügt, wenn das zwischendurch ein paar Minuten sind, in denen Du die Augen schließt, durchatmest und in Dich hinein hörst. Wie hört sich Dein Herzschlag an? Denn ja, man kann ihn hören. Wie fühlst Du dich gerade? Wie atmet Dein Körper? Es ist gar nicht so leicht "nichts" zu tun. Doch es hilft ungemein, um mehr und mehr in sich hinein zu hören.

Iss, wenn Du Hunger hast. Wenn Du gerade dabei bist, Deine Ernährung umzustellen und ein Gefühl für verschiedene Lebensmittel bekommst und wie viel Energie sie Deinem Körper liefern, dann sind Apps, um Deine Kalorienzufuhr zu tracken, optimal. Mir war zum Beispiel - bevor ich mich mit meiner Ernährung beschäftigt habe und sie in Form einer solchen App beobachtet habe - nicht bewusst, dass Nüsse unheimlich viel Energie liefern. Das ist auch super - allerdings in Maßen. Doch das Beobachten und Planen Deiner Mahlzeiten kann Dir auch Stress machen und dafür sorgen, dass Du vielleicht dann isst, wenn Dein Körper noch gar keine Energie benötigt oder eben nicht isst, wenn er sie braucht. Die Natur hat uns ein wunderbares Signal mitgegeben, um zu erkennen, wann es wieder Zeit für neue Energie wird - Hunger! Vielleicht isst Du aber auch aus Langeweile? Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen echtem Hunger und Appetit. Beobachte Dich selbst und frage Dich, bevor Du isst: "Habe ich wirklich Hunger oder brauche ich eigentlich etwas anderes?" Es ist gar nicht so leicht, auf seinen Körper zu hören, doch es lohnt sich.

Verliebe Dich. Das liegt mir ganz besonders am Herzen. Du magst Dich fragen - wie? Verlieben? Das geht doch gar nicht so einfach. Und da gebe ich Dir recht. Dennoch - ziehe los und finde die Liebe deines Lebens, denn dafür brauchst Du nur in den Spiegel zu sehen! Ein positives Selbstbild und eine gesunde Liebe zu sich selbst ist, wie ich finde, die Grundlage aller Achtsamkeit. Denn wenn Du dich selbst magst, gut zu Dir bist und instinktiv weißt, was gut für Dich ist, dann ist der Rest gar nicht so schwer. Es ist nicht leicht, sich selbst zu mögen, denn wir selbst sind in der Regel auch unsere größten Kritiker. Wir schauen viel genauer hin und betrachten uns selbst mit ganz anderen Maßstäben - oftmals unrealistischen. Beginne damit, dir jedes Mal, wenn Du dich im Spiegel betrachtest, zu sagen: Hey, Du bist toll! Schenke Dir dabei ein großes, herzliches Lächeln. Du wirst merken - am Anfang mag sich das noch lächerlich anfühlen. Doch das positive Gefühl, das sich anschließend breit macht, ist es definitiv wert.

Mehr positive Gedanken und jede Menge Inspiration findest Du bei meinem herzallerliebsten Glückspilz und der lieben Lucie



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