29. Juli 2016

PERSONAL. Ein bisschen mehr Herz

Ich bin müde. Der Tag war anstrengend. Die vielen Menschen um mich im Zug nerven und bedrängen mich, obwohl sie wahrscheinlich alle die gleichen Gedanken haben wie ich. Sie alle sind gestresst und überlastet von ihrem Alltag. Um mich abzulenken packe ich mein iPhone aus und finde meinen Weg routiniert und ohne darüber nachzudenken in die Facebook-App. Der Algorithmus hat wieder die üblichen Meldungen für mich bereitgestellt, die mich nach näherer Betrachtung sowieso nicht interessieren. Mein Daumen wandert auf und ab, ich schlängle mich durch meinen Feed. Doch plötzlich halte ich inne, spüre, wie sich unangenehme Kälte in mir ausbreitet und sich mir die Kehle zuschnürt. Wie durch einen Tunnel sehe ich den Beitrag. Ich bin hellwach, mein Herz tut weh und den überfüllten Zug nehme ich schon gar nicht mehr wahr.

Schwarz weiß Bild zum Thema nachgedacht

Mit jedem Atemzug

Eigentlich soll es auf meinem Blog um schöne Dinge gehen. Ich möchte mit Dir teilen, was ich liebe. Doch in den letzten Tagen ist mir klar geworden, dass man gewisse Dinge im Leben nicht einfach ungesagt und unbeachtet lassen kann. Das Leben passiert. Jeden Tag, mit jedem Wimpernschlag und jedem Atemzug. Über sieben Milliarden Menschen atmen aktuell auf unserer Erde. Tendenz steigend. Ein. Aus. Ein. Aus. Jeder einzelne dieser Menschen hat Wünsche, Ziele, Vorstellungen. Auch wenn er noch nichts davon weiß, weil er zu jung ist. Oder am Ende seines Lebens steht und auf Erreichtes und Verlorenes zurückblicken kann. Oder es einfach zu spät dafür ist, an Wünsche und Vorstellungen zu denken. Du hast dir mit Sicherheit auch schon einmal die Frage gestellt, warum gewisse Dinge genau Dir gerade passieren. Wieso geht es gerade Dir schlecht? Warum geschieht es gerade Dir? Weshalb musst Du diese Erfahrung machen? Ich habe mir diese Fragen oft gestellt. 


Kennst Du dieses Gefühl?

Ja, auf der Welt passieren schlimme Dinge. Ziehen wir den Radius ein wenig enger: Um dich herum geschehen schlimme Dinge. Menschen, die Du liebst, passieren schlimme Dinge. Dir passieren schlimme Dinge. Mir auch. Und ihm, und ihr, und dem da auch. Schon immer. Doch weißt Du, was ebenso passiert? Jeden Tag und jeden Augenblick und mit jedem Atemzug? Das Schöne, das Wunderbare, das Unbegreifliche. Dieses kleine, aber feine Gefühl in der Magengegend, das uns ein Hochgefühl schenkt, als ob wir schweben würden. Glücksmomente. Das Gefühl, wofür es sich zu Leben lohnt.

Herz über Kopf

Du fragst dich vielleicht gerade, was genau ich mit diesem Beitrag bezwecken möchte. Klar, ich spreche keines der Szenarien und Geschehen an, die aktuell in unser aller Köpfen schweben. Doch ich bin mir sicher, dass jeder für sich selbst diesen kleinen Einleitungstext mit Sinn füllen kann. Mir war danach, ein wenig mit Dir nachzudenken. Denn wie ich schon sagte, hier soll es eigentlich um die schönen Dinge des Lebens gehen. Doch wie sollte man wissen, was schön ist, was Glück ist, wenn wir nicht auch das Gegenteil davon kennen? Zum Schluss habe ich noch einen leisen Wunsch: ein bisschen mehr Herz. Für Dich, für mich und für alle anderen auch. 



13. Juli 2016

LIVING. Konzentriert & produktiv arbeiten

Ich bin aktuell im sechsten Semester meines Studiums und wenn ich auf vergangene Semester zurückblicke, dann hat sich eins ganz klar herauskristallisiert: Ich schiebe immer alles bis zum Schluss auf. Oftmals hat mich diese Form zu arbeiten schon Nerven gekostet, doch geschafft habe ich bisher alles und das sogar ganz gut. Egal ob man nun ist wie ich, die an akuter Aufschieberitis leidet und dann zum Ende hin einen strikten Lern- oder Arbeitsplan durchziehen muss, oder ob man strukturiert ist und nach und nach seine Aufgaben abarbeitet: Die Essenz des Ganzen liegt im konzentrierten und produktiven Arbeiten. In diesem Beitrag möchte ich ein paar Tipps an Dich weiter geben, die mir helfen, produktiv zu arbeiten.

Mädchen am Schreibtisch ist konzentriert und produktiv

1. Ein ordentlicher Arbeitsplatz

Schon als ich in der Grundschule war, hat mein Opa immer gesagt: "So, wie es um Dich herum aussieht, so sieht es auch in Deinem Kopf aus." Und ich bin sicher, damit hatte er recht. Ich kann mich viel mehr auf das, woran ich arbeiten möchte, konzentrieren, wenn um mich kein Chaos herrscht. Einmal mit dem Allzwecktuch den Staub vom Schreibtisch gewischt. Laptop, Schreibblock, eventuell Bücher, Stift und ein Glas Wasser. Mehr hat nicht um Dich zu sein. Selbst wenn Du diverse Bücher benötigst und an einer Seminararbeit schreibst: Leg die Bücher ordentlich um Dich. Das hilft ungemein.

2. Weg mit der Ablenkung

So verlockend es ist, nach dem fertiggestellten Kapitel oder dem letzten Themenabsatz schnell nach dem Smartphone zu greifen und Instagram nach neuen Likes abzuchecken: Tu es nicht. Die bereits aufgebrachte Motivation wird schwinden und Du wirst mit den Gedanken sofort nicht mehr beim Wesentlichen sein. Mühevoll Erarbeitetes verpufft wie eine Seifenblase. Pack dein Smartphone oder den Laptop, sofern Du ihn nicht brauchst, in die Schublade. Ausgeschaltet!

Mit einem Notizbuch kann man produktiv arbeiten

3. Planen ist die halbe Miete

Wenn die Klausurenphase ansteht, dann sieht man meist nur den Berg an Input, der vor einem liegt. Er scheint riesig und schier unbezwingbar zu sein. Doch sobald Du den Haufen ein wenig aufteilst, wirkt alles nur noch halb so schlimm. Für mich ist das Planen von großer Bedeutung, denn gerade mit wenig Zeit und viel Stoff muss man zwangsweise organisiert sein. Heute das, morgen das. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. So kann man nach getaner Arbeit zufrieden ein Häkchen in der To-Do-Liste setzen und sich anderen Dingen widmen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. An dieser Stelle ist eines noch ganz, ganz wichtig: Wiederholungen! Gerade wenn es viel Stoff ist, den Du lernen musst, ist das Wiederholen in den Tagen vor der Prüfung essentiell. Denn in dieser Zeit verinnerlichst Du das Gelernte. So vermeidest Du das sogenannte Bulimie-Lernen: In den Kopf quetschen bis er raucht, bei der Prüfung alles loswerden und danach ist alles vergessen. Durch die Wiederholungen wandert das Gelernte vom Kurzzeit- ins Langzzeitgedächtnis und kann mühelos, jederzeit abgefragt werden.


Pausen sind extrem wichtig beim produktiven und konzentrierten arbeiten.

4. Pausen

Mir ist klar, dass ich mit diesem Tipp das Rad nicht neu erfunden habe. Aber so simpel es ist, oftmals vergisst man diese Kleinigkeit, die doch so wichtig ist: Pausen. Du bist keine Maschine. Du kannst nicht acht Stunden am Stück konzentriert sein und am Ende womöglich auch noch stolz darauf sein, den ganzen Tag durchgeackert zu haben. Die Konzentration lässt nämlich bereits nach einigen Stunden nach, der Kopf beginnt zu rauchen und ist nicht mehr fähig, neuen Input ordentlich aufzunehmen. Egal ob Du eine Runde an der frischen Luft joggen gehst, mit der besten Freundin einen Kaffee trinken gehst oder einfach nichts tust und ein wenig schläfst: Das Gehirn braucht Pausen, um danach wieder voll einsatzfähig zu sein. Am produktivsten arbeitest Du, wenn Du nach 60 Minuten etwa 10 Minuten pausierst. Nach 4 Stunden Konzentration solltest du Deinem Gehirn eine lange Regenerationspause von etwa 1 bis 2 Stunden gönnen.



7. Juli 2016

SPECIAL. Eine Ode an Schokolade

Sie ist braun, sie ist süß und sie ist einfach köstlich: Schokolade! Die leckere Nascherei zählt zu den beliebtesten Süßigkeiten überhaupt. Heute ist der Internationale Tag der Schokolade und mit diesem Beitrag möchte ich eine Ode an die zartschmelzende Leckerei aussprechen, an den Genuss und an die schönen, kleinen Dinge des Lebens.

Schokolade: Ein "pretty little liar"?

Bevor wir zur Gefühlsduselei kommen, erst einmal die harten Fakten: Es gibt viele, die behaupten, das Verputzen der zartschmelzenden Süßigkeit wirke antidepressiv und führe dazu, dass im Gehirn Dopamin, Endorphin und weitere Stoffe ausgeschüttet werden, die glücklich machen. Wenn Du zu diesen Personen gehörst, dann muss ich Dich leider enttäuschen: Zwar wirkt Schokolade auf das selbe neurologische System wie Serotonin, ein Hormon, das uns innere Ruhe und Zufriedenheit schenkt. Aber um den selben, aufhellenden Effekt zu erreichen, müsste man Unmengen an Schokolade vernaschen.

Keep the balance

Schokolade macht glücklich. Das ist einfach so. Sie wirkt vielleicht nicht wissenschaftlich nachweisbar. Aber ich für meinen Teil weiß, dass man sich nach einem Stück Schokolade direkt ein bisschen besser fühlt. Denn der Genuss ist das, was glücklich macht. Natürlich genieße ich auch mein Obst oder einen bunten Salat. Schokolade aber, ist Essen für die Seele. Mit diesem Beitrag möchte ich nicht nur eine Ode an die Schokolade aussprechen, sondern auch an den Genuss, das bewusste Essen und genießen von Dingen, die einen glücklich machen. Das "in Maßen!" flüstere ich noch hinterher. Man - davon nehme ich mich nicht aus! - muss sich einfach, auch im Rahmen einer bewussten Ernährung, immer wieder in Erinnerung rufen, dass der Genuss und das Gönnen absolut okay sind. Es kommt auf die Balance an. 



5. Juli 2016

REZEPT. Gesunde Bananen Pancakes

Morgens esse ich am liebsten Obst zusammen mit Haferflocken, Joghurt und Nüssen. Doch ab nd zu, meistens an Sonntagen wenn man sowieso mehr Zeit für alles hat, habe ich Lust auf ein richtig, richtig leckeres, süßes Frühstück. Falls es Dir auch so geht, dann habe ich genau das richtige für Dich: gesunde Bananen Pancakes!

Rezept für gesunde Bananen Pancakes



Zutaten für 8 Pancakes

  • 2 reife Bananen(je brauner sie sind, desto süßer und besser!)
  • 150g Vollkornmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 150g Milch(ersatz), z.B. Mandelmilch
  • Honig, bei Bedarf
  • 1 Esslöffel Vanilleextrakt
  • etwas Kokosöl
  • Nach Gusto: Obst, Nussmus, Apfelmus

Zubereitung

Dieses Rezept ist so easy, dass ich es eigentlich gar nicht abtippen müsste. Der Vollständigkeit halber mache ich es aber trotzdem. In einer Schüssel zermatscht Du die Bananen einfach mit einer Gabel, bis ein schöner Brei entstanden ist. Dazu gibst Du nun das Mehl, die Milch und wenn du es noch süßer haben möchtest, den Honig und den Vanilleextrakt. Alles gut vermengen.

In einer Pfanne erhitzt Du nun das Kokosöl. Es eignet sich hervorragend für die Pancakes, da es einen nussigen Eigengeschmack hat, stark erhitzt werden darf (anders als zum Beispiel Olivenöl) und leicht verdaulich ist. Wusstest Du, dass Kokosöl antimikrobiell wirkt? Schnapp Dir einen Esslöffel und schon kann das Braten losgehen! Portionsweise den Teig in die Pfanne geben und von beiden Seiten goldbraun anbraten. Die fertigen Pancakes, kannst du zum warm halten ruhig in den Backofen geben, bis der Teig aufgebraucht ist.

Zu den Pancakes serviere ich am liebsten frisches Obst, oder Bananen, die ich kurz noch in die heiße Pfanne gebe. Sehr lecker schmeckt auch Nussmus - mein liebstes ist Mandelmus - oder Apfelmus dazu. Sei einfach kreativ und probiere aus was Dir schmeckt. Guten Appetit!

1. Juli 2016

#mirjamheartsrunning - Woche 12

Eine neue Woche, ein neues Running-Update! Ich habe mir für diese Woche überlegt, dass ich Dir das Update ein wenig anders präsentiere. Die Fakten zuerst, damit Du die Möglichkeit hast, den Plan ganz easy zu überblicken. Wenn Du dann noch Lust hast zu lesen, wie es mir persönlich dabei ging, dann fasse ich die Woche gegen Ende nochmal zusammen.

Ein schönes Zitat von Emil Zatopek zum Laufen

Woche 12


Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
 geplantes Training
DL 1 

DL 2 
DL 1 

Dl 1 

 geplante Länge
7 km 

 5 km
10 km 



9 km 

 tatsächliche Länge
7, 87 km 

5,02 km 
10,07 km 



 9,03 km

 Dauer
56 min 

33 min 
73 min 

65 min 

 Geschwindigkeit
8,4 km/h 

9,05 km/h 
8,26 km/h 



8,25 km/h 

 Pace
7:08 min/km 

6:37 min/km 
7:15 min/km 

7:16 min/km 

 Wetter
 22°, sonnig

28°, sonnig 
31°,
sonnig 



23°, bewölkt 

Mood
top! 

gut 


ok


schlecht
 


Wie war's?

Wie man sieht, das Laufpensum war diese Woche nicht ganz so hoch, aber es waren vier, statt nur drei Läufe geplant. Das Wetter machte die Läufe, vor allem gegen Ende der Woche, zu einer großen Herausforderung. Ich neige sowieso dazu bei zu warmen Temperaturen Kreislaufprobleme zu bekommen. Kombiniert mit einer zu leichten Ernährung (bei Hitze hab ich einfach nicht so viel Hunger) kann man sich denken, wie ich mich bei über 30° und praller Sonne gefühlt habe.Trotzdem waren die Läufe wahnsinnig angenehm und ich habe bemerkt, dass mir mehr Läufe pro Woche sehr gut tun. Vier Läufe pro Woche sind zwar zeitintensiv, aber ich fühle mich ausgeglichener und herausgefordert.

Ernährung und Körper

Es fiel mir diese Woche schwer, mich dem Wetter entsprechend zu ernähren. Ich hatte weniger Hunger während der Hauptmahlzeiten, reduzierte unbewusst Kohlenhydrate und nahm so zu weniger Energie zu mir. Anscheinend zu wenig. Auch wenn die Läufe diese Woche nicht über 10km hinausliefen, brauchte ich dafür genau so lange, als wären die Läufe 2km länger. Das ist schade, aber ich wollte meinen Körper langsam an die Belastung bei warmen Temperaturen heran führen, wofür ich diese Woche auch schlechte Zeiten in Kauf genommen habe.

Diese Woche bestimmte vor allem eins meine Ernährung: Ausgeglichenheit. Am Wochenende wurde gegessen was mir schmeckte und ich fühlte mich damit ganz gut. Trotz allem legte ich Wert darauf, dass zumindest das Frühstück reichlich frische Früchte, Vitamine und Nährstoffe enthielt. Was mein Gewicht angeht, so tat sich diese Woche nicht viel, was aber auch nicht schlimm ist, da es am Anfang ziemlich schnell ging mit dem Gewichtsverlust.

Fazit und Ausblick auf nächste Woche

Alles in allem war diese Woche zwar nicht herausragend gut was Training und Ernährung angeht, aber sie war absolut in Ordnung. Ich freue mich allerdings in dieser Woche auf den nächsten langen Lauf, da ich den Samstag Vormittag aufgrund der letzten Wochen schon mit einem langen, herausfordernden Lauf verbinde.